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Schläge im Namen des Herrn
Das verdrängte Schicksal der Heimkinder
in der Bundesrepublik

Buchcover

ISBN 342105892X
ca.240 Seiten mit Abbildungen

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Erste Reaktionen auf das Buch im Februar 2006
- evangelische Trägerverbände
- ev.Akademie Bad Boll
- Bischof Huber
- Diakonie Bayern
- Dierk Schäfer, ev. Akademie Bad Boll
- offener Brief an Gohde
- Wittekindshof
- Bethanien-Schwestern
- Deutschlandradio Kultur
- Sendung vom 15.2.2006

-Ordenskorrespondenz

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Bethanien-Schwestern bitten um Entschuldigung
"Auch bei uns hat es Verletzungen gegeben"

Schwalmtal. Mit diesen offenen Worten bekennt sich der Orden der Dominikanerinnen von Bethanien zu seiner Geschichte und bezieht Position zur aktuellen Debatte über ehemalige Heimkinder.

Die Bethanien Kinderdörfer in Deutschland feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Auf dem Festakt am 12. Mai 2006 im Kinder und Jugenddorf Schwalmtal hielt Schwester Sarah Böhmer, Generalpriorin der Dominikanerinnen von Bethanien in beeindruckender Weise Rückschau. Sie ging dabei eben nicht nur auf die vielen Erfolge und tausend Beispiele gelungener Unterstützung von Kindern und Jugendlichen oder auf die ungewöhnlich vielen und langjährigen Kontakte zu den Ehemaligen ein, sondern auch auf das, was nicht so gut gelungen ist.
Die Spannung in der Festversammlung war zu spüren, als Schwester Sarah ausführte, "dass nicht jeder, der in den Kinderdörfern aufgewachsen ist, mit Dankbarkeit auf diese Jahre zurückblicken kann. Auch bei uns hat es Verletzungen gegeben und es gibt nicht nur schöne, sondern auch schmerzliche Erinnerungen an die Zeit im Kinderdorf. Es ist immer wieder sehr schmerzlich zu erleben, dass 'gut gemeint' nicht auch automatisch 'gut' bedeutet.
Wir alle, Schwestern genauso wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sind nur Menschen und damit von Natur aus nicht vollkommen. Wir sind immer auch Kinder unserer Zeit und Gesellschaft, auch wenn wir versuchen, uns einen kritischen Blick zu bewahren. Ich selbst bin 1959 geboren und ich kenne kaum jemanden in meiner Generation, der ohne körperliche Gewalt in Familie und Schule aufgewachsen ist. In vielen Fällen konnten Ehemalige mit ihren Gruppenschwestern schmerzhafte Erfahrungen aus ihrer Kindheit anschauen und aufarbeiten. Wir sind nicht unfehlbar; wo es angebracht und möglich ist, bitten Schwestern um Verzeihung für empfundenes Unrecht und ungute Erlebnisse."
Diözesancaritasdirektor Burkhard Schröders sprach der Generalpriorin seine persönliche Wertschätzung und Hochachtung aus für ihr mutiges Auftreten und für die offenen Worte. Er wies darauf hin, dass dieses ein starkes Zeichen sei, für einen Weg des wertschätzenden und offenen Umgangs mit den ehemaligen Heimkindern.

 

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